____ WE ARE FOLLOWING
TINE & BRINE & DELISCHISS MOMENTS IN LIFE
Geschichten
Gäste
Archiv
Kontakt
Abo
Vergangene Geschichten
Soulmates
Weggefährten
Geheime Geschichten
RückBLICK
Gratis bloggen bei
myblog.de

So, nach einer gefühlten (doppelten) Ewigkeit erfülle ich Brine ihren sehnlichsten Wunsch und melde mich auf diesem Blog zurück ins virtuelle Leben. Ok, genaugenommen gab es in meinem virtuellen Leben nie eine nennenswerte Unterbrechung, bis vielleicht auf die 6 Monate Fuerte, wo es mir nur möglich war, bei Said im gewöhnungsbedürftigen, aber gut ausgerüsteten Internetcafé für 2 Öcken die Stunde (ich war so gerne da, dass ich mich auch davor eines Tages direkt mal Bludaureif fläzte) oder eben bei der Arbeit wenn mal wieder nix los war und ich keine Lust auf Langeweile und Logicals hatte, oder eben eine Nachtschicht schob. Aber ich habe eben einfach nie gebloggt, ich gebs ja zu!
Nunja, hätten wir also eines der wichtigsten und prägendsten Ereignisse meines Lebens seit dem letzten Blogeintrag im Eiltempo abgegrast: Fuerte. Achja, mein Studium hab ich auch abgeschlossen, ich bin nun eine BÄTSCHLERETT, und ich bin von Heidelberg nach B. über Fuerteventura nach Frankfurt gezogen. Und hier fühl ich mich wohl und das ist doch die Hauptsache. Nur eins, das ist mir wirklich aufgefallen: Die. Zeit. rennt.
Nun war es allerdings nicht so, dass in meinem turbulenten Leben keine Zeit mehr war, mich mit Brine zu treffen, was man ja am Fuertebericht sehen kann. Ich bin also nicht mal auf Höhe der afrikanischen Küste vor Miss B. sicher, und das ist auch schön so Und auch danach sind schon wieder 3 Treffen klammheimlich von statten gegangen, ohne dass sie hier festgehalten wurden. Da sei zum Beispiel unser Tv Total Besuch mit Lokkas erwähnt, denn er hat ja nun endlich das Mindestalter erreicht und ist, trotz aller Bedenken, auch wirklich reingekommen, auch wenn bis zum Eintritt in die heiligen Hallen so manche Barriere umschifft werden musste. Doofe Bahn! Mit etwas Glück schreibe ich bald auch dazu noch einen kleinen Bericht, in den ich versuchen werde die wichtigsten Schotenüberbleibsel zu integrieren.
Worum es hier nun aber eigentlich gehen soll ist:

history n° 22: spontaner Zwischenstopp in Bochum und Wald


Als ich im März mein Ticket für meine Rückfahrt nach FFM nach dem Osterurlaub buchte und die Verbindung Hamm-Hagen-Frankfurt als am praktischsten und günstigsten herausstellte, wusste ich nicht, dass ich mit dem Klick auf "Buchung durchführen" mal eben spontan 10 Euro in den Sand setzte, nämlich die 10 Euro, die ich letzendlich latzen musste um, statt sonntags von Hamm nach Hagen, freitags von zu Hause nach Bochum zu kommen, denn was liegt näher, als Brinchen einen Besuch abzustatten und dann einfach direkt von Hagen zu fahren. Den Fehler mach ich nicht noch einmal. Da bietet einem die Bahn schon so eine Strecke und man holt fast nicht das Äußerste heraus :].

Also komm ich Freitagabend frischen Mutes mit 4 Gepäckstücken in Bochum an. Schon aus weiter Entfernung zwitschert mir eine Tonbandstimme irgendwas von Tombola entgegen. Vor lauter sich tummelnden Gewinnspielinteressierten habe ich dann auch kaum die Brine gesehen, die es sich mitten in der Lobby des Bochumer Hbf auf einem Bänkchen gemütlich gemacht hatte, natürlich mit nem Käffken. Das Käffken wollte ich dann natürlich auch direkt, aber vorher musste ich mich (Mittagessenersatz) erstmal bei Kamps und Ditsch mit diversen Backwaren, sprich Brezel und Wuppi, eindecken und Brine einen wohlschmeckenden Harry Hase überreichen. Es war immerhin Ostern gewesen.
Dann durfte ich endlich - Gepäck draußen bei Brine zwischengelagert - mein Käffken holen. Nen Latte für 2,30. Leider fühlte ich mich beim ersten Mal "Kakao oder Zimt" nicht angesprochen, nahm aber bei der zweiten Aufforderung die Kakaodeko. Glücklich nahm mich mein Koffein entgegen und wurde für mein Vorhaben, es mit einem schützenden Plastikhütchen zu bedecken, erstmal direkt bestraft, denn mein Kaffee kippte völlig verselbstständigt vornüber in die Brötchen. Ich konnte schlimmeres vermeiden und musste mich Gott sei Dank nur von einem guten Viertel des Getränks verabschieden. Auf eine Anschnauze des netten Herrn hinter dem Tresen hatte ich keine Lust (vielleicht konnte er eh nur "Kakao oder Zimt"), deswegen machten wir uns schnell vom Acker und überließen die Brötchen ihrem nassen Schicksal. Ich weiß, das macht man eigentlich nicht. Aber ich wollte mich einfach nicht damit auseinandersetzen. Das ist ehrlich von mir, oder?
Draußen erwartete uns Miss L. mit ihrem kleinen Flitzer und ich nahm auf der Rückbank Platz um mich meinem Wuppi zu widmen. Gut geparkt hinterm Haus, gerade noch genug Platz für nen Rollstuhl oder Kinderwagen (großzügig geschätzt), erklommen wir den 4. Stock wo mich erstmal eine Wagenladung Bierpfandflaschen erwartete. In der WG riss ich dann, in Erinnerungen schwelgend, auch direkt mal (aus Versehen) den Nagel von Brines Kalender runter und hatte somit meinen Ruf als Zerstörerin des Tages weg. Nachdem sich dann jeder aus der WG irgendwie sein Abendbrot bereitet hatte und wir auch irgendwie alles bequatscht hatten, sollte es langsam losgehen Richtung Bermjuda Dreieck, denn ich wollte Brines Mitbewohnerinnen gerne endlich mal näher kennenlernen. Leider brauchte Miss S. eine geschlagene Stunde länger als wir für das richtige Outfit und den perfekten Lidstrich und als wir - langsam etwas abgenervt - gerade noch einmal fragen wollten wann sie denn fertig sei, tönte es genervt aus dem Türrahmen "ja können wir jetzt los, oder wie?".

Dann kam der schwierigste Teil des Abends: die Suche nach einer gechillten Loungebar, die unseren Ansprüchen gerecht wird. In der ersten waren wir leider 5 min zu spät für die Happy Hour und da es dort "NACH KASSE" geht und man da "nichts machen" könne, drohte Miss L. damit, dass wir gehen, was nur mit einem "OK" und einem Abzisch seitens des Kellners quittiert wurde. Also machten wir uns wirklich vom Acker. Die nächsten Bars waren zu voll, zu laut und vor allem gabs keine Happy Hour. Die gabs sowieso nirgends mehr ab 8, deswegen entschieden wir uns für die hinterste Ecke im Sausalitos (Name geändert, da Original unbekannt), denn da wars ruhig und gechillt. Nach 2 Portionen Nachos, Ofenkartoffeln und leckeren Cocktails machte man sich noch schnell des Diebstahls strafbar, denn der Kerzenhalter und das Dipschälchen waren doch wirklich soo praktisch....Dann gings nochmal auf die Suche nach der verschollenen Happy Hour, die auch um 23h bis auf in der ersten Bar, wo wir aber jetzt kein Geld mehr lassen wollten, nirgends zu finden war. Miss L. hat extra überall gefragt ("Geh du mal, du bist doch so krass!"). Naja, Tine meinte allerdings schlauerweise es doch gelesen zu haben (auf dem Schild draußen stand es auch ohne Wochentag!!!) und so saßen wir schneller als wir dachten im Extrablatt vor Smoothies und Cocktails. Brine wurde zunächst allerdings wiederholt damit konfrontiert, dass sie sich wirklich gut gehalten hat und niemand ihr wahres Alter direkt erkennt ("bist du schon 18?"). Das tolle Cocktailglas ließ ich dann schweren Herzens stehen, obwohl es doch auch soo schön war.
Auf dem Heimweg, den wir gegen 23h antraten, quetschte ich mir in Miss L.'s Auto vorne meine Nase an der Windschutzscheibe platt, damit Brine hinter mir ihre Füße entspannen konnte (wahre Freundschaft!). In der Waldsiedlung angekommen, gabs noch ein kleines Pläuschchen und dann gings flugs ins Bett (für Tine leider ohne Zahnbürste) denn am nächsten Tag stand ein traditioneller IKEA Besuch an!

Diesen Besuch traten wir dann aber erst im Mittag an, denn wir brauchen unseren Schönheitsschlaf - und Lokkas scheinbar erst recht, denn er ließ sich erst eine halbe Stunde vor Abfahrt am Küchentisch blicken - und ein ausgiebiges Waldfrühstück, bei welchem Brine heute rebellisch nur Obstsalat mit Quark aß, weil abends noch die Sahnesauce wartete. Fast fertig zur Abfahrt rammte Brine sich noch spontan die Glastür vor den (kleinen) Zeh und schnauzte dafür erstmal unschuldige Väter zusammen ("BOAH, GEH DOCH EINFACH AUF KLO!!!" - "WAS HAB ICH DENN GEMACHT?"). Doch trotz alldem landeten wir dann doch noch früher oder später - Brine und ich ließen uns eine private Gesangsvorführung im Auto trotz mehrerer Ermahnungen nicht entgegen (like a sateliiiiite) - einigermaßen fröhlich bei IKEA Kamen. Beim Stopp im Restaurant gab es leckeren Salat mit Shrimps und Dressing.
Viel gekauft haben wir eigentlich nicht, das Schlafsofa für Lokkas passte (knapp) nicht ins Auto und ich hatte meine 4-fach Sammlung an Gepäckstücken schon bis zum Rand voll. Brine gönnte sich allerdings ein Pflänzchen und verließ den Laden außerdem mit einem wirklich schönen, innovativen, persönlich gravierten Spiegel als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin. Diese Aktion könnte es öfter mal geben :].

Zurück im Wald begannen bald auch schon die Vorbereitungen für einen gechillten Abend: Rein in die Chillhose, beim Italiener Bestellung aufgegeben und abgecheckt was sich noch an Schokolade in der Schublade befindet.
Nach einer leckeren Sahnesauce bzw. Arrabiata Mahlzeit (der Rest der Familie entsagte dem Gruppenzwang und bestelle sich Pizza) ging es schon rüber auf die Couch wo Brine das rote Kissen direkt wegpfefferte, nur damit ich es mir direkt schnappen konnte ("Ihr seid so unterschiedlich ey!"). Ach irgendwie liebe ich diese Abende im Wald gefläzt vor irgendnem Schocker oder - wie in diesem Fall: Schlag den Raab. Gespannt verfolgten wir auch das Mountainbikespiel, bei welchem Stefan R. sich erstmal ordentlich vornüber auf den Dätz (schreibt sich das so?) fläzte und sich neben leichter Gehirnerschütterung auch noch Schürfwunden á la Phantom der Oper, eine leichte Amnesie und einen Kieferhöhlenbruch (oder so) zuzog, aber natürlich trotzdem weitermachte. Trotzdem hatte er keine Chance mehr gegen HANS MARTIN 2, der seine Fans vor dem Sieg jedoch zunächst gründlich enttäuschte als er sich statt des Putt-Profis für den er sich hielt ("sehr gut sehr gut") als Golf-Nulpe erwies ("das ist für Hans-Martin nicht mehr zu schaffen, aber theoretisch noch möglich!" - so der ehrliche Kommentar von BUSCHI (der mit den zwei Bananen)).
Schließlich verblieben wir nur noch zu zweit und verfolgten das Finale. Doch auch danach ging es natürlich nicht Richtung Beduinenzelt, sondern es wurde wie es die Tradition vorschreibt erstmal gepflegt geschockert und zwar der von Herrn Schmidt "The Last House on the Left", welcher auch gar nicht so schlecht war (und hier sprechen erfahrene Kritiker).
Nach dem Film, gerade in ein philosophisches Gespräch vertieft, fing plötzlich um halb 3 nachts Brines Handy im Nebenzimmer an zu klingeln. Sie rief dann auch wirklich zurück (aber nur auf Lautsprecher) und es empfing uns beide Lady Gaga und ein schreiender BENNI: "Warte ich geh kurz raus". Schließlich erfuhren wir, dass er NANA sprechen wollte, gerade schon ein paar gekippt hatte, aber ganz sicher nicht verarscht wurde, denn die Nr. habe er ja schon länger. Trotzdem wollte er nochmal nachfragen und wünschte uns einen schönen Abend. Dieser klang dann für uns auch bald (leider ohne "Wer bin ich?") aus. Und Lokkas konnte dann doch auch irgendwann einschlafen.

Am nächsten Tag durften wir zu Lokkas' Ärger eine Stunde länger schlafen als er, denn Brine wollte erst später auf die KOMMION nachkommen, wenn ich im Zug nach Hagen sitze.
Besagter Zug hat auch wirklich nie Verspätung und der 1. Zugteil war auch pünktlich und ich schon fast im Besitz einer Fahrkarte (danke an diejenige die vor mir am Automaten stand, sonst hätte ich umsonst GELATZT), als die Durchsage kam, dass der 2. Zugteil 10 min. Verspätung haben sollte. 10 Minuten!!! Genau die Zeit, die ich in Hagen zum Umsteigen gehabt hätte. Leider ist ein spontaner Gleiswechsel mit 4 Gepäckstücken nicht so schnell gemacht und ich wollte es nicht riskieren. Daher wurde mit schlechtem Gewissen Familie S. zurückgerufen und wir mussten nach Hagen fahren. Tut mir leid, dass ihr dann zu spät auf KOMMION wart
Zumindest kann ich sagen, dass ab diesem Zeitpunkt jedenfalls alles geklappt hat, außer dem komischen daueressenden Jungen, der neben mir saß und sein Gepäck (ein den Gang versperrender Riesenkoffer) lieber neben sich stehen hat, denn das wäre bei ihm "psychisch bedingt".
Um 17h wieder in Frankfurt ging mein schöner Osterurlaub langsam seinem Ende zu. Doch schon 2 Wochen später kam Brine ja schon wieder angefahren. Doch dazu das nächste Mal.
Bis dann,

EUERS
Tine
30.4.10 22:18
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen